Adams Welt, Evas Antwort Gedanken zum gesellschaftlichen Paradigmenwechsel

„Wat braucht der Mensch außer Glotze gucken, ´n bißchen bumsen, ´n bißchen Anerkennung?“

Ist Graciano Rocchigianis [1]) [1]Welt Adams Welt? Oder die Tatsache, daß täglich bundesweit über siebenhunderttausend Bordellbesuche gezählt werden? Daß Frauengefängnisse nur ca. 2,4 % unserer Justizvollzugsanstalten stellen (Jugend­vollzugsanstalten für Frauen eingerech­net!)? Daß es einem ach so charmanten, unauffälligem Mann gelingt, ein entführtes Mädchen acht Jahre in einem Verließ zu peinigen, inmitten unseres Alltags?

Quatsch, Polemik, Unsinn! Da ist doch auch Mozart und Rilke und der sanfte, zahme 102jährige Johannes Hesters, da ist Thomas Gottschalk, der Schwiegersohntyp, der keiner Fliege, geschweige denn einem Weib was zu leide tun kann;

und da gibt es den netten Herrn Müller von nebenan, der seit fünfzig Jahren mit einer gelähmten Frau verheiratet ist und sie in jedem Sinne des Wortes „auf Händen trägt“. Da sind die tollen Kerle von der Feuerwehr und der nette Arzt aus der Frauenklinik. Aber dies alles ist letztendlich…

Adams Welt

…denn unsere Wahrnehmung blendet bei einer solchen Auflistung eine entscheidende Tatsache aus – daß nämlich unser Alltag im 21. Jahrhundert weltweit nach wie vor mit unreflektierter Selbstverständlichkeit in allen entscheidenden Bereichen von männlicher Wahrnehmung und männlicher Interpretation des Daseins geprägt ist, daß selbst die elementaren Entscheidungen darüber, was Recht und was Unrecht ist, was unser ethisches Gerüst für Alltag und Gesellschaft formt, maskulin geprägt und bestimmt wird. Was zunächst durchaus wertfrei zu sehen wäre, wäre da nicht die andere, in den erwähnten Bereichen deutlich unter­repräsentierte Hälfte der Weltbevöl­kerung. Und die ist nun mal weiblich.

Diese Hälfte ist de facto, nicht de jure (oh nein, da feiert die Emanzipation offiziell fröhliche Urständ´! Nur … die normative Kraft des Faktischen hält „die Weiber“ schon raus von dort, wo sie nun mal wirklich nicht hingehören…!) von den wesentlichen Entschei­dungs­prozessen und Weichenstellun­gen über die Art und Weise der Gestaltung und des Klimas unseres sozialen Lebens ausgeschlossen.

Dies gilt im Makro- wie im Mikrobereich: In Unternehmen entscheiden in der überwiegenden Zahl der Fälle immer noch Männer über Kommunikationsstrukturen, über deren Aufbau und Inhalte, sowohl im Innenverhältnis (innerbetriebliche Kommunika­tion), als im Außenverhältnis (Produkt­gestal­tung, Angebotspräsentation, Werbung etc.) –  was für eine Vergeudung an wertvollen Ressourcen der „Kommunika­tions­- und Sozialisierungs­weltmeister Frauen“!

Freuds Arbeit über „Das Unbehagen in der Kultur“ müßte überarbeitet und neu aufgelegt werden als „Das Unbehagen des Mannes in der von ihm geschaffenen Kultur“, denn James Brown bringt es in seinem Song It’s a man’s world  in der letzten Strophe auf den Punkt:

“This is a man’s world, but it wouldn’t be nothing, nothing not one little thing without a woman or a girl! He’s lost in the wilderness, he’s lost in bitterness…” [2] [2]) – insbesondere empfindsame, gebildete und intelligente Männer fühlen sich nämlich gar nicht mehr so wohl als sackgassengefangene Zauberlehrlinge in einer komplexen Welt, die längst als von Adam nicht „mach(t)bar“, nicht beherrschbar erkannt wurde – man(n) beachte die Wurzel „Herr“ in „herrschen“….

Weibergequatsche

…ist das Geheimnis der längst belegten, der dem Mann haushoch überlegenen Kommuni­kationsfähigkeit von Frauen: Wie die Neurologie aufzeigt, bilden sich bei jedem Gespräch in unserem Gehirn neue Synapsen [3]), was zu einer Erweiterung und Verbesserung von Assoziationsfähigkeit führt, also der Fähigkeit, auf ähnliche, gespeicherte Informationen zurückzugreifen und solche Informationen durch neue Inhalte und Verknüpfungen komplexer zu gestalten.

Die Entdeckung der sogenannten „Spiegelneu­ro­nen“ [4]), das vorläufige Tüpfelchen aufs „i“, bestätigt, daß Empathievermögen, also die Fähigkeit, sich in andere Menschen zu versetzen, wesentlich von der Quantität und Intensität unserer kommunikativen Kontakte mit unseren Mitmenschen abhängt, verbalen wie nonverbalen. Und da ist Eva Adam nun mal …mannshoch überlegen.

Aber Kommunikationsfähigkeit ist eines, Was kommuniziert wird, das andere. Nachweislich transportieren Frauengespräche Inhalte, die stets zwei entscheidende Merkmale aufweisen: neugieriges Lernen [5]) und die Suche nach Konsens.

Margarate Mitscherlich beschreibt in ihrem epochalen Werk „Die friedfertige Frau“ detailliert, warum „die Zukunft weiblich“ ist (ein zweiter, erfolgreicher Buchtitel aus ihrer Feder [6]) – und nach ihren Schlußfolgerungen schlicht und einfach friedvoller. Und das ist zu einem Gutteil auf subtile, weibliche Kommuni­kationsfährigkeit zurückzu­führen.

Evas Antwort

…ist ein kluger und bewährter Ansatz zur Verständigung zwischen Parteien unterschied­licher Auffassung. Er entspricht dem Gedanken von Blaise Pascal (in den «Pensées): „Es geht nicht darum, den anderen des Irrtums zu überführen, sondern sich mit ihm (ihr) zusammen in einer höheren Wahrheit zu treffen!“ – insofern erweist sich die weibliche Art der Konfliktlösung mit dem Prinzip der wissen­schaft­lichen, auch der demokratischen Idee und der des humanen Wegs zur Befriedung des Planeten identisch. Und damit dem herrschenden, patriarchalisch-männlichen Ansatz zweifellos haushoch überlegen.

Die Schlußfolgerungen aus der weiblichen Art zu kommunizieren sind jedoch weitaus bedeutsamer, als dies auf den ersten Blick scheint. Denn jeder Fortschritt in unserem Leben fußt auf einer Verbesserung unserer Kommunikationsfähigkeit.

Unsere Gesellschaft bedarf jedoch dringend in ihrer Gesamtheit einer solchen Optimierung der Gesprächsfähigkeit im zwischenmensch­lichen Bereich, hier insbeson­dere in Richtung dessen, was ich „geschlech­ter­versöhnt“ nennen will: Adam und Eva sollten sich als einander jederzeit und ohne Einschränkung auf Augenhöhe begegnend verstehen!

Aber an welchen Schlingen wäre zu ziehen, um hemmende Knoten auf dem Weg zu einem solchen Umgang miteinander zu lösen?

Ich greife im Rahmen dieses begrenzten Forums zwei Beispiele heraus, die jedoch als zentrale Ansätze gelten können, weil sie sich bis in die Niederungen des familiären Alltags, der Partnerschaften, aber auch der Situation am Arbeitsplatz erstrecken.

Kooperation statt Konfrontation

…als gesamtgesellschaftliches Motto ist ein solches Beispiel. Denn das Paradigma „Konkurrenz als Fortschrittsgarant und Entwicklungsmotor“ steht auf dem Prüfstand, oder sollte zumindest schleunigst dorthin.

Darwin schrieb nämlich nicht, wie fälsch­licherweise meist zitiert wird, vom Überleben des Stärkeren, sondern vom Überleben des an veränderte Umwelt­bedingungen besser Angepaßten [7]) – und schon wären wir bei einer der zentralen, femininen Fähigkeiten – Frau biegt sich, wo Mann zerbricht! Aldous Huxley schrieb: „Der Mann ändert eher das Antlitz der Erde, als seine Gewohnheiten“.

Maskulin geprägte Verhaltens­muster zählen Kampf, Eroberung, Sieg, Dominanz, Manipulation, Unterwerfung, besser, stärker, schneller sein als der andere, der Gegner oder gar der „Feind“, zum Vokabular und zum internalisierten Verhaltenskodex.

Es ist uns Männern gar nicht bewußt, wie diese Muster unseren Alltag prägen, das ist das Gefährliche an diesem global bedrohlichen Phänomen.

Im finalen Denken geschulte Geister erkannten aber seit eh und je, daß der Kampf „jeder gegen jeden“ letztlich in einer Ausrottung der Spezies enden muß, auch wenn dieser Kampf auf dem Podium wohlklingender Slogans und Lebenslügen wie „Konkurrenz belebt das Geschäft“,das Bessere ist der Feind des Guten“ oder schlicht unter dem Generalmotto „Marktwirtschaft“ [8]) ausgetragen wird.

In der angeblich „sozialen“ Marktwirtschaft hat jedoch schon längst der „Vernichtungs­wettbewerb“ den Verdrängungs­wettbewerb er­setzt – Krieg an allen Fronten..?!

Es ist das herausragende Verdienst Ernest Bornemanns, akribisch und in einer enormen wissenschaftlich-interdisziplinären Bandbreite aus der Geschichte seit Hellas und Rom und als Anthropologe und Sexualwissenschaftler mit einem breiten Überblick über die Forschungsergebnisse der ersten sechs Jahrzehnte des letzten Jahrhunderts die Überlegenheit matristischer gegenüber patriarchalischer [9]) Gesellschaften aufgezeigt zu haben, wobei die erstgenannten stets von Kooperation, Loyalität, Harmonie und gewaltloser Beilegung von Konflikten geprägt waren.

Gespräche mit modernen Frauen, die sich kompetent mit Themen aus Politik und Wirtschaft beschäf­tigen, weisen ebenfalls auf eine pragmatische und zugleich durchaus befriedete Kommuni­ka­tion“ im Kontext von „Kooperation der Beteiligten“ aus, die als Synthese aus anscheinenden Widersprüchen und als klug dialektisch erarbeitet gelten kann. [10]).

„Liebe, Geduld, Ausdauer, Hegen und Nähren sind die Grundsteine der mütterlichen Welt. Angst, Neid, Schuld und Scham sind die des Patriarchats. Macht, «Recht», Autorität und Gehorsam sind die Eckpfeiler des Gebäudes, auf denen alle patriarchalischen Gesell­schaften ruhen, auch die unsrige.“, schreibt Ernest Bornemann [11])

Wer übrigens die Natur anführt, um triumphierend festzustellen, daß dort ja auch Kampf, fressen und gefressen werden Alltag ist, übersieht, daß gerade dort Mechanismen greifen, die dazu führen, daß eine Spezies niemals so weit dezimiert wird, daß sie ausstirbt, also daß Jäger zum Beispiel die Gesamtheit ihrer Beute niemals über ein gewisses Maß hinaus dezimieren – so als „wüßten“ sie, daß dies unweigerlich zu ihrem eigenen Aussterben mangels Nachschub führen würde – ein weiteres Beispiel für geradezu unheimliche Naturkonstanten, unsichtbar, aber überaus wirksam [12]).

Wahrhaftigkeit

…, bedeutet schlicht und einfach die Abwesen­heit von Lüge, dem zweiten zu lösenden kommunikativen und gesamtgesellschaftlichen Knoten.

Lügen haben, wie z.B. die Ergebnisse intimer Gespräche mit Teilneh­merinnen und Teilnehmern an meinen Veranstaltungen zum Thema „Partnerschaft“ immer wieder belegen, häufiger behaarte als lady­geshavte Beine, mit dem prägnanten Unterschied, daß Frau besser, Mann aber häufiger lügt.

Aber wie wäre es in einem von schizophrenen Verhältnissen geprägten zentraleuropäischen Alltag 2006 auch anders möglich: Das Spektrum der stündlich kolportierten Halb­wahr­heiten und in Kauf genommener Unwahrheiten in Wirtschaft, Politik und Verwaltung, in der Werbung, im Austausch von Empfindungen („Wie geht´s?“ „Oh, danke, ganz gut…“, obwohl wir oft den Tränen nahe sind) ist so evident, aber zugleich so perfekt verdrängt, daß unser aller Wahrnehmung gut trainiert ausblendet, was da nicht ist, weil es nicht sein darf.

Arno Placks Forderung aus den 68ern „Ohne Lüge leben“ [13]) verhallte in den Niederungen maskuliner Machtkämpfe.

„Wenn man nicht mehr weiß, daß man lügt, dann geschieht etwas, von dem dann wirklich gilt, daß es bis ins dritte und vierte Geschlecht dem Menschen schadet. Noch die Lügen meiner Urgroßeltern hängen mir in meiner seelischen Gesundheit oder Krankheit an“, schreibt Carl-Friedrich von Weizsäcker [14]).

Was tun, hier und jetzt? Nachfragen! „Wer fragt, führt!“, lautet eine römische Erfolgsregel aus dem Rechtswesen. Die meisten der heute verbreiteten Halbwahrheiten, der Lügen, der von ihrem Wahrheitsgehalt mantrahaft über­zeugt vorgetragenen Lebenslügen, der auf Wunsch­denken fußenden Aussagen, von im Brust­ton der Überzeugung nachgeplappertem Schwachsinn sind durch präzises und beharrliches Nachfragen zu entlarven, so einfach ist das meist – Sokrates läßt grüßen!

Frau scheint instinktiv um die krankmachenden Wirkungen der Lüge zu wissen. Frau wächst nachweislich mit einer stärkeren Identität, einem stärkeren Selbstbewußtsein, einem ausgeprägteren Verständnis für eigene Bedürfnisse und die ihrer Umwelt auf, als junge Männer (wenn man(n) Frau denn läßt..),.

Und … Wahrheit ist gesund! Auraseherinnen und –seher bestätigen, wie sich Wahrhaftigkeit ebenso wie ihr Gegenteil in unserer für ungeschulte Augen unsichtbaren Körperhülle niederschlägt [15])

Meist stellen sich, auch wenn wir Männer das oft nicht freiwillig zugeben, Ängste vor das im Grunde als wahr Erkannte, stehen da wie unüberwindliche Mauern. Gesellschaftliche ebenso wie zwischengeschlechtliche Befrie­dung bedingt aber, auch das bisher für Unaussprechlich Gehaltene auszusprechen, es wahrhaftig werden zu lassen – Lebensarbeit ist Arbeit am Tabu!

Reformhaus Adam

…könnte der ohne Großinvestitionen zu gestaltende Exportschlager Europas werden.

Was Dieter Duhm das „psychosoziale Intimgefüge“ unserer Gesellschaft nannte [16]), bedarf einer Renovierung, eines gründlichen Überarbeitens und Neugestaltens im oben erwähnten geschlechterversöhnten Sinn.

Wer aber könnte eine solche kulturhistorische Leistung besser vollbringen, als – wohlwollend und loyal unterstützt von „unseren“ Frauen! – wir zentral­europäischen Männer, die 1. das Patriarchat perfektionierten, 2. Das Patriarchat vorwiegend auf Kosten und nicht nur auf dem arbeitsgebeugten Rücken, sondern auch in den Betten der eigenen und gerade greifbarer, anderer Frauen jahrhundertlang erprobten und 3. fairerweise sein Scheitern und seine Inhumanität durchaus eingestehen könnten, ohne unser Gesicht zu verlieren?

Evas Antworten liefern uns den Ansatz für einen epochalen, entscheidenden Paradigmen­wechsel.

Anthony Burgess: „Es ist notwendig – deshalb ist es möglich!“

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[1]) ehemaliger Boxweltmeister im Halbschwer­ge­wicht. Er machte diese Bemerkung in einem Interview mit dem SPIEGEL 2004

[2]) Frei übersetzt: „Es ist eine Männerwelt, aber sie wäre nichts wert, nicht das Geringste, ohne eine Frau oder ein Mädchen. Er (=der Mann) ist verloren in der Wildnis, in der Bitterkeit…“

[1] ) ehemaliger Boxweltmeister im Halbschwer­ge­wicht. Er machte diese Bemerkung in einem Interview mit dem SPIEGEL 2004

[2]) Frei übersetzt: „Es ist eine Männerwelt, aber sie wäre nichts wert, nicht das Geringste, ohne eine Frau oder ein Mädchen. Er (=der Mann) ist verloren in der Wildnis, in der Bitterkeit…“

[3]) Synapsen sind Berührungspunkte eines Nervenfortsatzes mit einer Nerven-, Muskel- oder Drüsenzelle. Über sie findet die Vermittlung von Information an andere Nervenzellen statt. Bei häufiger Nutzung funktionieren sie immer besser (Lern- und Gedächtnisfunktion)

[4]) Joachim Bauer, Warum ich fühle, was du fühlst – intuitive Kommunikation und das Geheimnis der Spiegelneurone. Hoffman & Campe 2004. Die Ergebnisse stammen aus Studien des physio­logischen Instituts Parma, Prof. Giacommo Rizzolatti zu „Steuerung zielgerichteter Aktivitäten des Gehirns“, 1986 ff

[5]) Eine Studie der Universität Bamberg („Das Lohhausen-Experiment“, Prof. Dörner u.a.) nennt den Faktor „habituelle Neugier“ als herausragendes Merkmal bei den am besten abschneidenden Probanden.

Siehe u.a. im Internet unter  http://www.muellerscience.com/PSYCHOLOGIE/Kreativitaet/Lohhausen.htm

[6]) Margarethe Mitscherlich, Die friedfertige Frau. Fischer Taschenbuch 1987

[7]) Charles Darwin, Ursprung der Arten durch Mittel der natürlichen Selektion oder die Erhaltung bevorzugter Rassen im Kampf um das Leben

[8]) „Der Begriff «Marktwirtschaft» als eine positive, wohlklingende Alternative zu «Kapitalismus» verschleiert lediglich die tieferen ökonomischen Tatsachen: daß nämlich die Macht der Produzenten die Nachfrage der Verbraucher beeinflußt, ja steuert. Dies bleibt ungesagt. In der aktuellen wirtschaftswissenschaftlichen Diskussion und Lehre geht man schweigend darüber hinweg.“ (…) Die Rede vom marktwirtschaftlichen System ist (…) nichtssagend, falsch und schönfärberisch“. Sir Kenneth Galbraith, in: Die Ökonomie des unschuldigen Betrugs. Siedler Verlag 2005, S. 28 ff

[9]) „Eine Gynaikokratie, eine «Herrschaft der Frau», gibt es ebensowenig wie ein Matriarchat, eine «Herrschaft der Mutter», denn das Prinzip des Herrschens ist eine männliche Erfindung, entstammt dem Vaterrecht und widerspricht den Organisationsformen der «mutterrechtlichen» Stammesgesellschaften. Dort regiert man sich selber. Es gibt nur Sprecher der Sippen und Stämme (…). Es gibt keine Exekutivgewalt, und deshalb auch keine Herrschaft“. Aus: Ernest Bornemann, Das Patriarchat – Ursprung und Zukunft unseres Gesellschaftssystems. Zarah Leander Verlag Nischni-Nowgorod 1975, S. 521 ff

[10]) Jaqueline Ackermann / Hugh Lorenz, Er und Sie jenseits des Unterleibs. Edition Jonathan, Badenweiler (erscheint September 06)

[11]) Ernest Bornemann, Das Patriarchat – Ursprung und Zukunft unseres Gesellschaftssystems. Zarah Leander Verlag Nischni-Nowgorod 1975, S. 520

 

[12]) Grund könnte eine „globale Homöostase“ sein, deren Wahrscheinlichkeit in der Gaia-Hypothese u.a. durch Jim E. Lovelock und Peter Russel formuliert und untermauert wird (Peter Russel, Die erwachende Erde – unser nächster Evolutions­sprung. Heyne Sachbuch 1984 und 1991)

[13]) Arno Plack, Ohne Lüge leben – zur Situation des Einzelnen in der Gesellschaft. DVA (Aus dem Vorwort: „Dieses Buch handelt von der Lüge, die unsere Gesellschaft durchzieht und unsere sozialen Beziehungen vergiftet.“)

[14]) Carl-Friedrich v. Weizsäcker, in: Zwischen Gut und Böse, Ex Libris Verlag AG Zürich 1971, S. 72 ff

[15]) vergl. Rainer Strücker (Hennef): „Lügen, Süchte, Ängste – der persönliche Mangel weicht der inneren Kraft “ (Auraworkshops)

[16]) Dieter Duhm, Synthese der Wissenschaft, Kübler Verlag 1979, s. 106