Juden: Die Rassenlüge

Der historische Grundmythos des Zionismus ist der einer Kontinuität der Rasse und der unaufhörlichen Sehnsucht nach Rückkehr.

Eine fiktive Genealogie will glauben machen, daß alle Juden der heutigen Welt von ein und derselben »Rasse« abstammen, daß sie allesamt auf Gottes Geheiß mit Abraham und seinen Patriarchen ins »gelobte Land« Kanaan gekommen sind, dann nach Ägypten auswanderten und – immer wieder von ihrem Gott – aus der Sklaverei befreit, dank dem wunderbaren Exodus, unter Führung Moses, um das XIII. Jh.; danach unter der Führung Josuas das »gelobte Land« eroberten, wobei sie – immer auf Gottes Geheiß – die eingeborenen Bevölkerungen vernichteten, bis sie dann ein Reich gründeten, das Reich Davids, wonach sie dann besiegt und vertrieben wurden.

Als Cyrus im Jahre 539 die Rückkehr der Verbannten gestattete, erließen zwei Vertrauensmänner am persischen Hof, der Hohepriester Nehemia und der Schriftgelehrte Esra strenge Gesetze, um die Reinheit der Rasse und der Religion zu wahren und um jede Assimilation der Juden mit den um sie her lebenden Nationen zu vermeiden. Diese Gesetze untersagten die Heirat mit nicht-jüdischen Frauen, kodifizierten aufs genaueste das seinerzeit dem Moses verkündete Gesetz und begründeten eine absolute Priesterherrschaft.

Die Gesetze der rassischen Diskriminierung waren besonders streng: »Scheidet euch von den Völkern des Landes und von den fremden Weibern« (Esra X, 11). Die Verstoßungen wurden nach drei Monaten vollstreckbar: ».. .und sie richteten’s aus an allen Männern, die fremde Weiber hatten, bis zum ersten Tage des ersten Monats« (X,17). Dies wird genau berichtet bei Nehemia (XIII,3):

»Da sie nun dies Gesetz hörten, schieden sie alle Fremdlinge von Israel.« Nehemia sagt weiter: »Ich sah auch zu der Zeit Juden, die Weiber genommen hatten von Asdod, Ammon und Noab. Und ihre Kinder redeten die Hälfte asdodisch und konnten nicht jüdisch reden, sondern nach der Sprache eines jeglichen Volkes. Und ich schalt sie und fluchte ihnen und schlug etliche Männer und raufte ihnen das Haar und nahm einen Eid von ihnen bei Gott: Ihr sollt eure Töchter nicht geben ihren Söhnen noch ihre Töchter nehmen euren Söhnen oder euch selbst« (XIII, 23-25).

»Also reinigte ich sie von allem Ausländischen und bestellte den Dienst der Priester und Leviten, einen jeglichen zu seinem Geschäft (XIII, 30).

Das auf diese Weise grundsätzlich von jeder äußeren Beeinflussung abgeschirmte Judentum lebt weiter unter der Bevormundung der Hohen Priester.

In dieser »offiziellen« Version der jüdischen Geschichte erkennen wir, wenn wir die selektive, mystische und völkische Bibellektüre aus dem zeitgenössischen Zionismus heraus analysieren, daß die apologetische »legenda aurea« im Dienst scharf umrissener politischer Ziele den größten Teil beansprucht.

Die Geschichte geht weiter in der »Diaspora« (d. h. bei den unter die verschiedenen Nationen verstreuten Juden) wo die jüdischen Gemeinschaften, die die Zionisten als ständig Zusammenhaltende und immer Verfolgte darstellen, ihre messianische Hoffnung auf eine »Rückkehr« ins vorübergehend verloren gegangene »gelobte Land« fest bewahrt haben. Auf diese Weise bilden sie unter den Nationen ein »Priestervolk«, mit dem göttlichen Auftrag, durch seine Leiden und seinen unerschütterlichen Glauben Zeugnis abzulegen von Gottes grundlegendem Plan. So kreist denn die gesamte Geschichte der Menschheit um das Geschick dieses auserwählten Volkes.

Wir werden weiterhin erfahren, wie der politische Zionismus unserer Zeit dieses Schema »säkularisiert« hat, um eine Machtpolitik zu rechtfertigen, auch für die zahlreichen im Staate Israel und in der »Diaspora«, die sich nicht mehr zur israelitischen Religion bekannten.

Bevor wir uns mit der grundsätzlichen theologischen Mystifikation beschäftigen, die der »rote Faden« der zionistischen Ideologie ist, mit dem Thema der »Verheißung«, die ein »göttliches Recht« auf das Land Palästina beinhaltet und des »auserwählten Volkes«, das auf Grund dieses »göttlichen Rechts« berechtigt ist, die Menschenrechte all derer mit Füßen zu treten, die seit Jahrtausenden in Palästina gelebt und gearbeitet haben, – bevor wir also diese Dinge eingehend behandeln, wollen wir über zwei zusätzliche Mythen sprechen: den der »jüdischen Rasse« und den der tausendjährigen Nostalgie der Heimkehr.

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Der Begriff der »Rasse« ist eine Erfindung des XIX. Jh. in Europa, die zur Rechtfertigung der kolonialen Hegemonie des Westens willkürlich von der Unterscheidung zwischen sprachlichen Gruppen zu der Vorstellung des biologischen Unterschieds übergeht, insbesondere der Hierarchie unter den großen menschlichen Sprach- und Kulturgemeinschaften.

Bevor sich dieser tragische Mythos entwickelte, besonders durch die phantastischen Deutungen des »Versuch über die Ungleichheit der menschlichen Rassen« des Grafen Gobineau, 1853, war die der Rassenidee am meisten nahekommende Vorstellung der Stammesbegriff der Blutgemeinschaft, der in sämtlichen Kulturen durch die mystische Darstellung eines gemeinsamen Urvaters »nachgewiesen« wurde, de – »Heros eponymos» des Stammes und legendärer Genealogien, die man ebenso gut bei den Indianern Amerikas wie auch in der »Äneis« und im Alten Testament findet.

Es handelt sich aber dabei nicht um die »Rasse« des im XIX. Jh. in Europa angenommenen Wortsinnes, d. h. um einige große einige menschliche Gruppen, sondern um die Nachkommen einer bestimmten Ahnenreihe in kleinen Stammesgemeinschaften oder in gewissen sozialen Schichten: in der französischen Sprache des 19. Jahrhunderts bezeichnet man z.B. eine königliche Dynastie als eine «Rasse», und im 18. Jahrhundert unterscheidet man zwischen der «Noblesse de race» (dem alten Stammesadel) und dem erst neuerdings erworbenen und nicht vererbten. (…)

Die Pseudotheorie der Rasse hat immer den Herrschaften und Vergewaltigungen als Rechtfertigung gedient. Das Spitzenbeispiel ist der Nazismus. Hitler klagt in «Mein Kampf» die Juden an, sie „wollten durch Bastardisierung die ihnen verhaßte weiße Rasse degenerieren und vernichten. Der Jude..“, fügt er hinzu, „vergiftet das Blut der anderen, bewahrt aber das seinige.“

Es ist beachtenswert, daß er dieselben Mittel an wendet wie sein Opfer: Der Gesetzgeber der Blutgesetze von Nürnberg sagt in seiner Präambel, sein Vorbild seien die ersten historischen Entscheidungen zum Schutze der Reinheit der Rasse, die Esras und Nehemias.

Es handelt sich nicht um antike Geschichte und nicht um Archäologie, denn auf Grund der rabbinischen Tradition definiert das Grundgesetz des jetzigen Staates Israel den «Juden» so, wie es Esra und Nehemia forderten und wie es die Nürnberger Rassengesetze bestimmten: Jude ist, wer von einer jüdischen Mutter geboren wurde (rassisches Kriterium) oder zur israelitischen Religion konvertiert wurde (theokratisches Kriterium).

Nur wer diesen Kriterien entspricht, kann das Gesetz der Rückkehr genießen und die sich aus ihm herleitenden Vorrechte im Staate Israel. Es handelt sich also nicht nur um eine Definition der »Rasse«, sondern um eine rassistische Diskriminierung , da – wie wir sehen werden – die Zugehörigkeit zu irgendeiner ethnischen Gemeinschaft Vorrechte oder Nachteile einschließt.

Der Rassismus entbehrt jeder wissenschaftlichen Begründung. Vom biologischen Standpunkt hat sich die alte Theorie des Schädelindex, der zwischen »Dolichozephalen« und »Brachyzephalen« unter-scheidet, als untauglich erwiesen. Die moderne Genetik, derzufolge gewisse »Gene« die serologischen Eigenschaften des Blutes bestimmen, hat die Nichtigkeit des Rassebegriffs erwiesen.

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Der archaische Mythos der Genesis (X, 18-27) hat wie alle anderen rassistischen Mythen dazu gedient, die Hierarchien und Herrschaften zu »bestätigen«: die drei Söhne Noahs, die nach dem Ausstieg aus der Arche »die ganze Erde bevölkerten«, standen am Anfang der Asiaten (Sem), der Europäer (Japhet) und der Afrikaner (Ham): letztere wurden der Sklaverei und der Gewalt unterworfen.

Das feudale Mittelalter sah in Ham den Ahnherrn der Leibeigenen, in Japhet den der Herren, in Sem den der Gelehrten auf dem Gipfel der Hierarchie.

Leon Poliakov betont in seinem Buch »Der arische Mythos« (1971), daß nach der hebräischen (oder genauer: der rabbinischen) Tradition, auch wenn sie sich nicht ausdrücklich auf die »Rasse« bezieht, »die Schranke, die das auserwählte Volk von den Nationen trennen sollte, dazu bestimmt war, es weiterhin als «Priestervolk» zu wahren.«

Die Geschichte liefert für den Begriff der Rasse ebenso wenig objektive Begründung wie die Biologie. Aus den »Juden« eine von den »Nationen« isolierte »Rasse« machen wollen, heißt: einen Mythos schaffen, genau so übrigens wie die Antisemiten und die Zionisten. Antisemitismus und Zionismus sind auf demselben Postulat gegründet und führen zu denselben Ergebnissen.

Das gemeinsame Postulat ist der Glaube an eine »jüdische« Wesenheit, die sich den anderen Nationen nicht assimilieren kann, ob nun aus »Weigerung« oder durch »Ausschließung«.

Das gemeinsame Ergebnis aus beiden ist der Schluß, man müsse die »Juden« aus den Nationen herausnehmen, um sie in einem »Welt-Ghetto« zu sammeln, was schon immer das Ziel der Antisemiten gewesen ist.

In- Wirklichkeit hat es nie eine »jüdische Rasse« gegeben. Außer in den Wahnvorstellungen Hitlers und der Zionisten. In allen Epochen der Geschichte waren die »Juden« Komponenten der großen ethnischen Gemeinschaften (die ihrerseits auch keine Rassen waren).

Die Nomaden oder die seßhaft werdenden Hirtenvöl­ker, die nach Kanaan kamen, waren Aramäer. die aus dem nördlichen Euphratgebiet, aus Transjordanien oder aus Arabien kamen, d. h. sie waren von ihrer Sprache her (und nicht nach ihrem Blute) »Semiten«, wie es heute die Araber und die Israeliten sind. Das bezeugt die Verwandtschaft der hebräischen und der arabischen Sprache.

Die «apiru» oder »habirou (Hebräer), die mit dem »Auszug« aus Ägypten gekommen waren, waren eine soziale Gruppe (eine aufsässige Randbevölkerung) und keine völkische Gemeinschaft.

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Die Stämme, die friedlich oder kriegerisch in Kanaan eindrangen, vermischten sich kulturell und blutmäßig mit den ortsansässigen Völkerschaften (dies bezeugen mehrere Jahrhunderte später die Rassegesetze Esras und Nehemias).

Das Königreich Davids und Salomos war multinatio­nal; es nahm fremde Volksangehörige und ihre religiösen Kulte freundlich auf. Als Cyrus den Verbannten in Babylon die »Heimkehr« gestattete, blieb die überwältigende Mehrheit in Mesopotamien, wo sie Familien gegründet hatten.

Als schließlich die Römer die Israeliten nach den Auf­ständen des Jahres 70 und des Bar Kochba vertrieben, bekehrten häufig die Vertriebenen die Bevölkerung die sie aufnahmen, zu ihrem Glauben.

Joseph Reinach schrieb im »Journal des Débats vom 30. März 1919: „Die Juden in Palästina bilden nur eine unbedeutende Minderheit. Ebenso wie die Christen und die Moslems haben sich die Juden mit großem Eifer für die Bekehrung der Völker zu ihrem Glauben eingesetzt.“

Vor der christlichen Ära hatten die Juden andere Semiten (oder Araber) zum mosaischen Monotheismus bekehrt, Griechen, Ägypter und Römer in großer Zahl. Auch später war der jüdische Proselytismus nicht weniger aktiv in Asien, in ganz Nordafrika, in Italien, Spanien und Gallien. Zweifellos überwogen konvertierte Römer und Gallier in den Chroniken des Grégoire de Tours erwähnten jüdischen Gemeinden; es befanden sich unter den von Ferdinand dem Katholischen aus Spanien vertriebenen Juden viele Konvertiten iberischen Ursprungs, die sich dann in Italien, in Frankreich, im Orient und in Smyrna niederließen.

Die große Mehrheit der russischen, polnischen und galizischen Juden stammen von den Khazaren, einem Tatarenvolk Südrußlands, die zur Zeit Karls des Großen geschlossen zum Judentum übergingen. Wer von einer jüdischen Rasse spricht, ist entweder unwissend oder unredlich.

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Die Juden waren nur einer der zahlreichen ara­bischen oder semitischen Stämme, die sich im westlichen Asien niedergelassen hatten Joseph-Reinachs Schlußfolgerung ist klar: »Da es also weder eine jüdische Rasse noch eine iüdische Nation gibt, da es nur eine jüdische Religion gibt, ist der Zionismus eine Torheit – ein dreifacher: historischer, archäologischer ethnischer Irrtum.«

Mit noch größerer wissenschaftlicher Genauigkeit bestätigt Maxime Rodinson: »Es ist sehr wahrscheinlich – und die physische Anthropologie bemüht sich, es zu veranschaulichen – daß die als »Araber« bezeichneten Bewohner Palästinas (in ihrer Mehrheit übrigens Arabisierte) viel mehr Blut der-alten Hebräer in sich haben als die meisten Juden der Diaspora, deren religiöse Exklusivität keineswegs die Absorption der Konvertiten verschiedenen Ursprungs verhinderte.

Der jüdische Proselytismus ist jahrhundertelang mächtig gewesen und hat im übrigen lange Epochen hindurch gewirkt. Um sich das klar zu machen, genügt es, an den jüdischen Staat in Südarabien im VI. Jh. zu erinnern, der auf judaisierter südarabischer Grundlage bestand; oder an den jüdisch- türkischen Staat der Khazar in Südost-Rußland im VIII./ X. Jh. auf türkischer oder finno-ugrischer, zweifellos z. T. slawischer Grundlage;

an die so gut sinisierten Juden in China; an die schwarzen Juden in Cochin; die Falasha Äthiopiens usw. … und vom anthropologischen Standpunkt aus genügt es, die Augen über eine Versammlung von Juden verschiedener Herkunft schweifen zu lassen, um die Bedeutung der fremden Anteile zu
erkennen.«

Die klarste Bilanz dieser Entmystifizierung der Geschichte formulierte Thomas Kiernan: »Die Zionisten waren Europäer. Es besteht keinerlei biologische oder anthropologische Verbindung zwischen den Vorfahren der europäischen Juden und den alten hebräischen Stämmen.«

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Um das Thema der angeblichen »historischen Rechte« abzuschließen, möchten wir noch an drei entscheidende Momente der Staatsgründung Israels erinnern:

  • Die Balfour Deklaration, die in einem Brief vom November 1917 an den Baron Rothschild enthalten ist: »Die Regierung Seiner Majestät begünstigt die Gründung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina und wird alle Anstrengungen machen, um dies Ziel zu erreichen, wobei wohl verstanden nichts geschehen soll, was die bürgerlichen und religiösen Rechte der in Palästina bestehenden nicht-jüdischen Gemeinschaf­ten oder die Rechte und den politischen Status der Juden in jedem anderen Land schädigen kann.«
  • Balfour selbst erkannte sehr schnell die Gefahr. Am 19. Februar 1919 schrieb er an Lloyd George: »Der schwache Punkt unserer Position ist offenbar, daß wir im Falle Palästinas den Grundsatz der Selbstbestimmung abgelehnt haben. Wenn die jetzigen Bewohner befragt würden, dann würden sie unbestreitbar eine Entscheidung gegen die jüdische Einbürgerung verkünden.«
  • Dies bestätigt im übrigen der Bericht der Kommission King-Crane, die 1919 vom Präsidenten Wilson entsandt wurde, um sich über »die Meinungen und Wünsche der gesamten Bevölkerung zu informieren«.

Der Bericht besagt hinsichtlich Palästinas: »Hier nehmen die ältesten Bewohner, d. h. ebenso Moslems wie Christen dieselbe feindliche Haltung gegen eine massive jüdische Einwanderung ein und gegen jegliche Bestrebung, eine jüdische Vorherrschaft über sie zu etablieren.

Wir fragen uns hier, ob irgendein britischer oder amerikanischer Staatsmann sich vorstellen kann, daß es möglich sei, das zionistische Programm zu verwirklichen, es sei denn mit Hilfe einer großen Armee.«

Während sie das zionistische Maximal-Programm verwarf, schlug die Kommission vor, die Einheit Syrien-Palästina unter einem britischen oder amerikanischen Mandat aufrecht zu erhalten und dabei eine begrenzte nationale jüdische Heimstätte abzusichern.

Artur Köstler-hat die auf Grund der Balfour Declaration durchgeführte Operation ausgezeichnet definiert: »Eine Nation hat einer anderen feierlich das Gebiet einer dritten zugesagt.« (Promise and fulfilment)».

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Mit dieser Deklaration begann die Aufeinanderfolge der großen Lügen, die die Geschichte des Staates Israel und seiner Führer markieren.

Es wurden nicht nur die Klausel der Balfour Declaration über die Respektierung der Rechte der »nicht-jüdischen Gemeinschaften« ständig verhöhnt, sondern der Gedanke einer »jüdischen nationalen Heimstätte«, d. h. – so präzisierte es das britische Weißbuch von 1922- ein Ausstrahlungszentrum der jüdischen Kultur und Religion war für die zionistischen Oberhäupter der Wandschirm, hinter dem sie die Gründung eines zionistischen Staates verbargen.

Schon am 26. Januar 1919 schrieb Lord Curzon: »Während Weizmann Ihnen etwas erzählt und Sie verstehen daraus »jüdische nationale Heimstätte«, denkt er dabei an etwas ganz anderes. Er stellt sich einen jüdischen Staat vor und eine ihm unterworfene arabische Bevölkerung, die von den Juden regiert wird. Das sucht er hinter dem Wandschirm und unter dem Schutze der britischen Garantie zu verwirklichen.«

Die Doppelzüngigkeit des politischen Zionismus ist deutlich: im März 1921 erklärt das Memorandum des jüdischen Nationalrats an Winston Churchill, »man dürfe nicht den Verdacht hegen, einer anderen Nation sollten ihre Rechte verweigert werden.«

Am 22. Juni 1969 verkündet Golda Meir hingegen vor der Knesset: »Ich will einen jüdischen Staat mit einer unwandelbaren jüdischen Majorität… Ich war immer der Ansicht, dies sei der Zionismus.«

Der Beschluß einer Teilung Palästinas wurde von der Generalversammlung der UNO am 29- November 1947 angenommen. In diesem Zeitpunkt machen die Juden 32% der Bevölkerung aus und besitzen 5,6% des Landes. Der zionistische Staat erhält 56% des Territoriums mit den fruchtbarsten Ländereien.

Die Abstimmung über diesen Teilungsplan gab Anlaß zu unsauberen Manövern. Am 18. Dezember 1947 legte ein Mitglied des amerikanischen Kongresses, Lawrence H. Smith, sie vor dem Kongreß dar: »Lassen Sie uns davon sprechen, was in der Versammlung der Vereinten Nationen geschah während der Zusammenkunft, die der Teilungs-Abstimmung vorausging. Für die Billigung des Beschlusses waren zwei Drittel der Stimmen erforderlich … Die Abstimmung wurde zweimal aufgeschoben … während dieser Zeit wurde auf die Abgeordneten von drei kleinen Nationen starker Druck ausgeübt … Die ausschlaggebenden Stimmen waren die von Haiti, Liberia und den Philippinen.

Diese Stimmen genügten, um die Zweidrittel-mehrheit zu erreichen. Vorher hatten sich diese Länder der Teilung widersetzt… Die von unseren Abgeordneten, unseren Regierungsbeamten und von amerikanischen Bürgern auf sie ausgeübten Pressionen bedeuten eine sträfliche Handlung.«

Dre Pearson berichtet in der »Chicago Daily« vom 9. Februar 1948 u. a. folgende Einzelheiten: »Harbey Firestone, Besitzer von Kautschuk-Plantagen in Liberia agitiert bei der liberianischen Regierung …«

Präsident Truman übte einen nie dagewesenen Druck auf das State-Department aus. Der Unter-Staats­sekretär Sumner Welles schreibt: »Auf direkte Weisung des Weißen Hauses mußten die amerikanischen Beamten direkte oder indirekte Pressionen ausüben …, um bei der Endabstimmung die erforderliche Majorität zu sichern.«

Der damalige Verteidigungsminister James Forrestal bestätigt: »Die Methoden, die man anwandte, um Druck auszuüben und um die anderen Nationen in der UNO unter Zwang zu setzen, grenzten an einen Skandal.«

Zwischen dem Teilungs-Beschluß vom 29. November 1947 und der tatsächlichen Beendigung des englischen Mandats über Palästina vom 15. Mai 1948 besetzen zionistische Truppen Gebiete der den Arabern zugeteilten Zone, zum Beispiel Jaffa und Saint-Jean d’Acre.

Wer kann unter derartigen Umständen den Palästinenern und den benachbarten arabischen Ländern zum Vorwurf machen, daß sie nicht die monströse Ungerechtigkeit der »vollendeten Tatsachen« hinnahmen und daß sie sich weigerten, den zionistischen Staat» anzuerkennen«?

Aber der zionistische Staat begnügte sich nicht mit dem Land: Es sollte auch noch seiner Bewohner beraubt werden, um daraus nicht eine traditionelle Kolonie der Ausnutzung der eingeborenen Arbeitskräfte zu machen, sondern eine Kolonie, die man neu bevölkerte, indem man die Einwanderer an die Stelle der bisherigen Bewoh­ner brachte.

Um dies Ziel zu erreichen, führte der zionistische Staat einen wahren Staatsterrorismus ein, d. h. wirkliche »Pogrome« gegen die palästinensische Bevölkerung.

Das eklatanteste Beispiel war das von Deir Yassin: Am 9. April 1948 wurden in einem Verfahren gleich dem der Nazis in Oradour die 254 Einwohner dieses Dorfes (Männer, Frauen, Kinder, Greise) von den Truppen des »Irgun« massakriert, deren Anführer Menachem Begin war.

In seinem Buche »Der Aufstand: Geschichte des Irgun« schreibt Begin, ohne den »Sieg« von Deir Yassin hätte es keinen Staat Israel gegeben. (Seite 162 der englischen Ausgabe).

Er fügt hinzu: »Die Hagana vollführte siegreiche Angriffe an anderen Fronten … Von Panik ergriffen flohen die Araber, indem sie schrien: Deir Yassin!« (Ebendort, Seite 162, in der französischen Ausgabe Seite 200.)

Erst am 15. Mai 1948 informierte der Generalsekretär der arabischen Liga den Generalsekretär der Vereinten Nationen, daß sich die arabischen Staaten gezwungen sähen, um der Sicherheit der palästinensischen Bevölkerung willen zu intervenieren.

Im Jahre 1949, nach dem ersten israelisch-arabischen Krieg, kontrollierten die Zionisten 80% des Landes, und 770 000 Palästinenser waren verjagt worden.

Die Vereinten Nationen hatten einen Vermittler ernannt, den Grafen Folke Bernadotte. In seinem letzten Bericht schrieb Graf Bernadotte: »Man würde die elementarsten Grundsätze verletzen, wenn man diese unschuldigen Opfer des Konfliktes hinderte, in ihr Heim zurückzukehren, während die jüdischen Einwanderer nach Palästina hereinströmen und zudem ständig drohen, die arabischen Flüchtlinge zu verdrängen, die seit Jahrhunderten in diesem Lande verwurzelt sind.«

Er beschreibt die »zionistische Plünderung großen Stils und die Zerstörung von Dörfern ohne erkennbare militärische Notwendigkeit«.

Dieser Bericht (UN-Dokument 648, Seite 14) wurde am 16. September 1948 eingereicht. Am 17. September 1948 wurden der Graf Bernadotte und sein französischer Assistent, der Oberst Serot, in dem von den Zionisten besetzten Teil Jerusalems er­mordet… (…)

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Die zionistischen Führer des Staates Israel konnten umso leichter den »Vereinten Nationen« die Stirn bieten, als die Mehrheit dieser UNO Komplice der zionistischen Usurpation in Palästina gewesen war.

1948, also vor der Dekolonisation, der Auflösung der Kolonialreiche, wurde die UNO weitgehend von den Westmächten beherrscht. Sie hat ihre eigene Charta verletzt, als sie den Arabern, die damals zwei Drittel der palästinensischen Bevölkerung ausmachten, das Recht auf die Entscheidung über ihr eigenes Schicksal verwehrten.

Selbst vom rein juristischen Standpunkt stellen sich eine Anzahl Fragen.

Die Entscheidung über die Teilung wurde von der General-Versammlung und nicht von dem Sicherheitsrat (Conseil de Sécurité) angeordnet. Sie galt also als Empfehlung und nicht als rechtskräftige Entscheidung.

Nicht nur die Palästinenser lehnten diese Teilung ab: Der Irgun (Menachem Begins) erklärte damals, diese Teilung sei illegal und werde niemals anerkannt wer­den. Er rief die Juden auf, »nicht nur die Araber zurückzudrängen, sondern sich ganz Palästinas zu bemächtigen«.

Ben Gurion selbst schrieb: »Bis zum Abzug der Briten sind die Araber in keine jüdische Kolonie, wäre sie auch noch so abgelegen, eingedrungen oder haben sie eingenommen, während die Haganah sich durch heftige und häufige Angriffe zahlreicher arabischer Stellungen bemächtigte und Tiberias und Haifa, Jaffa und Safed befreite.«

Sie lasen Auszüge aus „Der Fall Israel“ von Roger Garaudy

Gebt Nathan eine Chance!

Zwei Figuren aus der Literatur haben mich durch ihre besonders humane Sicht auf Fragen des menschlichen Zusammenlebens schon in jungen Jahren besonders beeindruckt: Nathan der Weise und die Möwe Jonathan.

Zuerst stöhnten wir verhalten, als der gute alte Volksschullehrer Hans Eckenberger uns pubertierenden Jungs im Deutschunterricht die Aufgabe stellte, ein Gedicht zu lesen. Aber da wir ihn über alles liebten, ihn, den sie aus der Pension zurückholten, nach dem Krieg, weil er weder NSDAP-Mitglied war noch für autoritäre Erziehung bekannt, beugten wir unsere jungen Häupter über Lessings Meisterwerk – und waren beeindruckt, nachdem wir zusammen die Schlußfolgerungen aus der «Parabel von den drei Ringen» diskutierten.

Israelischer Terror

In diesen Tagen spricht die halbe Welt vom sogenannten islamischen Terror, obwohl sich meist herausstellt, daß die Terroristen eher großgewachsene, spätpubertierende, psychisch labile Buben sind, die auch unter einer anderen Ideologie als einer religiösen gemordet hätten – hätten Mafia oder Camorra genügend bezahlt oder eine Jungfrau mehr geboten, wer weiß?

Der perfide Terror jedoch, den orthodoxe Juden direkt und indirekt seit Jahrzehnten und mit eiskaltem Kalkül und als sogenannte Erwachsene (??) ausüben, bleibt, außer in der arabischen Welt, so gut wie unerwähnt.

Das Signal an Israel, seine Nachbarn nicht weiter im Namen Gottes zu terrorisieren, das durch die UN-Resolution zum Stop des Siedlungsbaus vor kurzem ausging, führte sogar dazu, daß der nachweisliche Massenmörder und Politgauner Netanjahu den UN-Sicherheitsrat beschimpfte und ankündigte, sich an diese Resolution nicht zu halten und selbst Mord und Totschlag als Reaktion aufgrund der völkerrechtswidrigen Aggressionen Israels in Kauf zu nehmen – würde dies z.B. ein afrikanischer Staatsmann tun, wäre ihm sofort eine Zelle in Den Haag reserviert (dort wird aber wohl auch dieser Menschenverächter eines Tages enden, baruch Hashem… [1]) )

Also wieder einmal: Morden im Namen der Religion! Denn es sei daran erinnert, daß es eine jüdische Rasse nicht gibt, sondern lediglich eine jüdische Religion und einen israelischen Staat (ich verweise auf meine diversen Beiträge zu diesem Thema in meinem Blog [2]).

Die ganze Welt würde schmunzeln, wenn 2017 z.B. die Nachfahren der Sioux, der Navajos, der Apachen die US-Amerikaner auffordern würden, sofort den nordamerika-nischen Kontinent zu räumen, denn Manitu habe Ihren Vätern dieses Land in einer alten Botschaft vor Jahrhunderten zu eigen gegeben, basta – der globalen Minderheit der Anhänger von Moses Lehren jedoch wird ohne Zögern das Recht eingeräumt, sich auf einen imaginären «Bund mit dem Ewigen» zu berufen.

Das שְׁמַע יִשְׂרָאֵל („Schma Israel = Höre, Israel!) wurde von Nathan, den wir den Weisen nennen, noch ernst genommen, zum Beispiel in Hinblick auf den Aufruf zur Nächstenliebe. Sie erinnern sich? Nein? Nun, dann lassen wir doch Herrn Lessing hier nochmals durch Nathan sprechen:

Die Parabel von den drei Ringen

Vor grauen Jahren lebt‘ ein Mann in Osten,
Der einen Ring von unschätzbarem Wert
Aus lieber Hand besaß. Der Stein war ein
Opal, der hundert schöne Farben spielte,
Und hatte die geheime Kraft, vor Gott
Und Menschen angenehm zu machen, wer
In dieser Zuversicht ihn trug. Was Wunder,
Daß ihn der Mann in Osten darum nie
Vom Finger ließ; und die Verfügung traf,
Auf ewig ihn bei seinem Hause zu
Erhalten? Nämlich so. Er ließ den Ring
Von seinen Söhnen dem geliebtesten;
Und setzte fest, Daß dieser wiederum
Den Ring von seinen Söhnen dem vermache,
Der ihm der liebste sei; und stets der liebste,
Ohn‘ Ansehn der Geburt, in Kraft allein
Des Rings, das Haupt, der Fürst des Hauses werde. –
Versteh mich, Sultan.

Saladin:

Ich versteh dich. Weiter!

Nathan:

So kam nun dieser Ring, von Sohn zu Sohn,
Auf einen Vater endlich von drei Söhnen;
Die alle drei ihm gleich gehorsam waren,
Die alle drei er folglich gleich zu lieben
Sich nicht entbrechen konnte. Nur von Zeit
Zu Zeit schien ihm bald der, bald dieser, bald
Der dritte, – sowie jeder sich mit ihm
Allein befand, und sein ergießend Herz‘
Die andern zwei nicht teilten, – würdiger
Des Ringes; den er denn auch einem jeden
Die fromme Schwachheit hatte, zu versprechen.
Das ging nun so, solang es ging. – Allein
Es kam zum Sterben, und der gute Vater
Kömmt in Verlegenheit. Es schmerzt ihn, zwei
Von seinen Söhnen, die sich auf sein Wort
Verlassen, so zu kränken. – Was zu tun? –
Er sendet in geheim zu einem Künstler,
Bei dem er, nach dem Muster seines Ringes,
Zwei andere bestellt, und weder Kosten
Noch Mühe sparen heißt, sie jenem gleich,
Vollkommen gleich zu machen. Das gelingt
Dem Künstler. Da er ihm die Ringe bringt,
Kann selbst der Vater seinen Musterring
Nicht unterscheiden. Froh und freudig ruft
Er seine Söhne, jeden insbesondre;
Gibt jedem insbesondre seinen Segen, –
Und seinen Ring, – und stirbt. – Du hörst doch, Sultan?

Saladin:

Ich hör, ich höre! – Komm mit deinem Märchen
Nur bald zu Ende. – Wird’s?

Nathan:

Ich bin zu Ende. Denn was noch folgt, versteht sich ja von selbst. –
Kaum war der Vater tot, so kömmt ein jeder
Mit seinem Ring, und jeder will der Fürst
Des Hauses sein. Man untersucht, man zankt,
Man klagt. Umsonst; der rechte Ring war nicht
Erweislich; –fast so unerweislich, als
Uns ist – der rechte Glaube.

Saladin:

Wie? das soll Die Antwort sein auf meine Frage?

Nathan:

Soll mich bloß entschuldigen, wenn ich die Ringe
Mir nicht getrau zu unterscheiden, die
Der Vater in der Absicht machen ließ,
Damit sie nicht zu unterscheiden wären.

Saladin:

Die Ringe! – Spiele nicht mit mir! – Ich dächte,
Daß die Religionen, die ich dir
Genannt, doch wohl zu unterscheiden wären.
Bis auf die Kleidung, bis auf Speis‘ und Trank!

Nathan:

Und nur von Seiten ihrer Gründe nicht. –
Denn gründen alle sich nicht auf Geschichte?
Geschrieben oder überliefert! – Und
Geschichte muß doch wohl allein auf Treu
Und Glauben angenommen werden? – Nicht? –
Nun, wessen Treu und Glauben zieht man denn
Am wenigsten in Zweifel? Doch der Seinen?
Doch deren Blut wir sind? doch deren, die
Von Kindheit an uns Proben ihrer Liebe
Gegeben? die uns nie getäuscht, als wo
Getäuscht zu werden uns heilsamer war? –
Wie kann ich meinen Vätern weniger
Als du den deinen glauben? Oder umgekehrt. –
Kann ich von dir verlangen, Daß du deine
Vorfahren Lügen strafst, um meinen nicht
Zu widersprechen? Oder umgekehrt.
Das nämliche gilt von den Christen. Nicht? –

Saladin:

Bei dem Lebendigen! Der Mann hat recht.
Ich muß verstummen.

Nathan:

Laß auf unsre Ring‘
Uns wieder kommen. Wie gesagt: die Söhne
Verklagten sich; und jeder schwur dem Richter,
Unmittelbar aus seines Vaters Hand
Den Ring zu haben. – Wie auch wahr! – Nachdem
Er von ihm lange das Versprechen schon
Gehabt, des Ringes Vorrecht einmal zu
Genießen. – Wie nicht minder wahr! – Der Vater,
Beteu’rte jeder, könne gegen ihn
Nicht falsch gewesen sein; und eh‘ er dieses
Von ihm, von einem solchen lieben Vater,
Argwohnen Laß‘: eh‘ müss‘ er seine Brüder,
So gern er sonst von ihnen nur das Beste
Bereit zu glauben sei, des falschen Spiels
Bezeihen; und er wolle die Verräter
Schon auszufinden wissen; sich schon rächen.

Saladin:

Und nun, der Richter? – Mich verlangt zu hören,
Was du den Richter sagen lässest. Sprich!

Nathan:

Der Richter sprach: Wenn ihr mir nun den Vater
Nicht bald zur Stelle schafft, so weis ich euch
Von meinem Stuhle. Denkt ihr, Daß ich Rätsel
Zu lösen da bin? Oder harret ihr,
Bis daß der rechte Ring den Mund eröffne? –
Doch halt! Ich höre ja, der rechte Ring
Besitzt die Wunderkraft beliebt zu machen;
Vor Gott und Menschen angenehm. Das muß
Entscheiden! Denn die falschen Ringe werden
Doch das nicht können! – Nun; wen lieben zwei
Von Euch am meisten? – Macht, sagt an! Ihr schweigt?
Die Ringe wirken nur zurück? und nicht
Nach außen? Jeder liebt sich selber nur
Am meisten? – Oh, so seid ihr alle drei
Betrogene Betrüger! Eure Ringe
Sind alle drei nicht echt. Der echte Ring
Vermutlich ging verloren. Den Verlust
Zu bergen, zu ersetzen, ließ der Vater
Die drei für einen machen.

Saladin:

Herrlich! herrlich!

Nathan:

Und also, fuhr der Richter fort, wenn ihr
Nicht meinen Rat, statt meines Spruches, wollt:
Geht nur! – Mein Rat ist aber der: ihr nehmt
Die Sache völlig wie sie liegt. Hat von
Euch jeder seinen Ring von seinem Vater:
So glaube jeder sicher seinen Ring
Den echten. – Möglich; Daß der Vater nun
Die Tyrannei des einen Rings nicht länger
In seinem Haus hat dulden wollen! – Und gewiß;
Daß er euch alle drei geliebt, und gleich
Geliebt: indem er zwei nicht drücken mögen,
Um einen zu begünstigen. – Wohlan!
Es eifre jeder seiner unbestochnen
Von Vorurteilen freien Liebe nach!
Es strebe von euch jeder um die Wette,
Die Kraft des Steins in seinem Ring‘ an Tag
Zu legen! komme dieser Kraft mit Sanftmut,
Mit herzlicher Verträglichkeit, mit Wohltun,
Mit innigster Ergebenheit in Gott
Zu Hilf‘! Und wenn sich dann der Steine Kräfte
Bei euern Kindes-Kindeskindern äußern:
So lad ich über tausend tausend Jahre
Sie wiederum vor diesen Stuhl. Da wird
Ein weisrer Mann auf diesem Stuhle sitzen
Als ich; und sprechen. Geht! – So sagte der
Bescheidne Richter.

Monsieur Ibrahim und der junge Pi

Als der großartige Film «Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran» [3]) in Basel anlief, luden mich die Kinobetreiber ein, dem Premieren-publikum eine kurze Einführung in die Grundidee des Films zu bieten. Natürlich eröffnete ich mit der «Ringparabel», den dem war dann nur noch wenig hinzuzufügen.

Ein herrliches Beispiel für religiöse Toleranz, die sich sogar in Neugier für die Religion des anderen zeigen kann, bietet der junge «Pi» in «Schiffbruch mit Tiger»: Er erkundet in seiner Heimat Indien nacheinander das Christentum, den Islam und das Judentum – und erkennt den ungeheuren Vorteil, als Angehöriger aller dreier Religionen zugleich am Freitag, am Shabbat und am Sonntag einen Ruhetag zu genießen… [4])

Der bescheidene Richter

„Da wird ein weisrer Mann auf diesem Stuhle sitzen als ich; und

,||d sprechen. Geht! – So sagte der bescheidne Richter“ – was für ein uncooler Begriff – Bescheidenheit! Sollte Bescheidenheit eine der Wirkungen sein, die auch dem Opal in dieser Parabel zugeschrieben wird, scheint es tatsächlich, als wäre der echte Ring auf Nimmerwiedersehen verschwunden, beziehungs-weise nur mehr in kleinen Zirkeln, weltweit verstreut, anzutreffen.

Denn würde er in 7 Milliarden absolut gleich wirksamen Kopien an unseren Händen getragen, würden wir wohl kaum unseres Nächsten Weib begehren (na ja, da könnte man ja noch ein Auge zudrücken…), jedenfalls nicht dessen Hab´ und Gut – und schon gar nicht dessen in langen Jahrhunderten bewohntes Palästinenserland.

Also: Weg ist sie, die jüdische Bescheidenheit … quod erat demonstrandum!  [5])


[1]) Die hebräische Form von „Gott sei Dank“ oder „Dank Gott“

[2]) http://hugh-lorenz.com/wordpressblog/

[3]) Von Éric Emanuel Schmitt, 2003 verfilmt mit Omar Sharif in der Hauptrolle

[4]) Schiffbruch mit Tiger (Im Original «The life of Pi», Yan Martell 2001

[5] ) „Was zu beweisen war“, in Anlehnung an Euklids Schlußformel nach mathematischen Darlegungen.

Der Fall Israel und die Rassismus- und Antisemitismuslüge. Ein Offener Brief an unseren Innenminister

Offener Brief an den Bundesminister des Inneren, Herrn Dr. Seehofer

Sehr geehrter Herr Dr. Seehofer,

wer immer das auch gesagt haben mag, es trifft den Nagel auf den Kopf: „Selbst wenn zehn Millionen Blödsinn reden, bleibt es immer noch Blödsinn“ (dieses Zitat finde ich hoffentlich demnächst in einer Ihrer Reden wieder).

Die nachfolgenden Ausführungen mögen dazu beitragen, daß zumindest auf Regierungsebene demnächst zu den Themen «Rassismus» und «Antisemitismus» – Sie entschuldigen!? – weniger oder gar kein Blödsinn mehr geredet wird.

Tatsache ist leider, daß schon alleine die Erwähnung des Worts «Juden» bei jeder Politikerin, jedem Politiker alle Alarmglocken schrillen läßt. Damit demnächst nur ein paar Glöckchen läuten können, statt stets die ganze Alarmanlage in Gang zu setzen, hier eine Aufreihung von Fakten zur Verwendung bei künftigen Argumentationsnotständen (mit Quellenangaben, versteht sich, ich bin zwar Franke, aber kein fränkischer Gutsherr).

  1. Der Rassebegriff

Täglich wundert sich das Murmeltier, wie es angehen kann, daß im
21. Jahrhundert selbst professorale Intellektuelle es noch wagen, von menschlichen Rassen zu sprechen. Dieser Terminus stammt aus dem
19. Jahrhundert, als Rechtfertigung der Überlegenheit der «weißen Rasse».

Abgesehen davon, daß mir noch kein wirklich weißer Mensch begegnet ist (von Weisen ganz zu schweigen), sind Koreaner, Chinesen oder Japaner manchmal bleichgesichtiger als mancher Oberbayer, jedenfalls nicht gelb. Und bei meinen vielfältigen Kontakten mit Menschen aus Afrika braunte es nur so – aber selbst die extrem Dunkelhäutigen tendierten eher zu einem tiefen Anthrazit.

Graf Gobineau verfaßte 1853 die Schrift «Versuch über die Ungleichheit der menschlichen Rassen». Es war jedoch der Stammesbegriff der Bluts-gemeinschaft, die meist auf einem «Heros eponymos» fußte (s. z.B. die Äneis oder die Sagen der alten Indianer Nordamerikas), der zu dieser Fehlinterpretation geführt haben kann. Gemeint waren nämlich gewisse Ahnenreihen in Stammesgemeinschaften und einigen sozialen Schichten (so wurden im 19. Jahrhundert eine königliche Dynastie als «Rasse» bezeichnet und im 18. Jahrhundert kannte man die «Noblesse de race» als ererbten Stammesadel).

Weder Geschichte noch Wissenschaft liefern heute noch einen „Beweis“ für die Existenz von Rassen. Lévy-Strauss schreibt in «Rasse und Religion»: „Der einzige Mangel, der einer menschlichen Gemeinschaft betrüblich sein kann und sie hindern kann, ihre Natur voll und ganz zu verwirklichen, ist, daß sie isoliert wird.“

Fazit für den politischen Alltag:
Wenn z.B. Deutsche Türken wie auch immer beschimpfen, dann sind das nationalistische und in keinem Sinne rassistische Äußerungen – denn die Türken bilden eine Nation, aber keine «Rasse», bestenfalls eine Ethnie – siehe oben. In diesem Sinne hat es übrigens auch nie eine «jüdische Rasse» gegeben. Juden waren zu allen geschichtlichen Epochen Komponenten ethnischer Gemeinschaften, die eben, da capo, auch wiederum keine eigene «Rasse» bildeten (s. unter  2.)

  1. Antisemitismus

Auch hier bedarf es, sehr geehrter Herr Dr. Seehofer, dringend einer Revision der Terminologie. Denn auch hier gilt: Historiker, Semantiker etc. sind sich seit eh und je vollauf bewußt, daß «Semiten» keineswegs ausschließlich Menschen jüdischen Glaubens sind. Die Nomaden und die seßhaft werdenden Hirtenvölker, die damals Kanaan bevölkerten, waren Aramäer, also lediglich von ihrer Sprache her und nicht nach irgendeinem «Blutsbegriff» Semiten, ebenso wie es heute die Araber und die Israeliten sind. Und die historische Lüge, es wäre ein «jüdisches Volk» aus Ägypten gezogen, ist seit Jahrhunderten widerlegt, wenngleich politisch und nationalistisch für Israel heute noch sehr hilfreich (die «apiru» oder «habirou», die dem Pharao einen Streich spielten, waren keine homogene Ethnie, sondern ein bunt zusammengewürfelter Haufen aus einer aufsässigen Randbevölkerung Ägyptens).

Es sollte also von Seiten seriöser Politikerinnen und Politiker, zu denen ich Sie, sehr geehrter Herr Dr. Seehofer, von jeher zähle, doch endlich tunlichst politisch und historisch korrekt dargestellt werden, daß jemand, der etwas „gegen Juden“ sagt, nur dann Antisemit wäre, wenn er die Bewohner der riesigen Region zwischen Persien und Ägypten sozusagen in einem Aufwasch meint – ansonsten äußert sie oder er sich lediglich über eine religiöse Gruppierung (s. Ausmerzung des Rassebegriffs unter 1.).

Für Frau und Herrn jedermann verifizierbar ist diese Tatsache ganz einfach: Stellen wir in einen Raum z.B. einen arabischen Juden, einen äthiopischen Juden und einen Aschkenasim, ist die Lächerlichkeit einer solchen angeblichen einheitlichen «Rasse» deutlich ersichtlich, von Stupsnase bis Adlernase, von kleinem Wuchs zur Hünenfigur, von bleich bis dunkelbraun ist da ja dann alles vertreten. Übrigens: Die große Mehrheit der russischen, polnischen und galizischen Juden z.B. stammen ab von den Khazaren, einem Tartarenvolk Südrußlands, die zur Zeit Karls des großen geschlossen zum Judentum übergingen. Hängen wir zu dieser Gruppe dann noch ein Foto von Sammy Davis jr. (er bezeichnete sich ja auch als Juden), dann wird die Lächerlichkeit dieser These von der jüdischen Rasse glasklar deutlich.

Per moderner jüdischer Definition ist ja automatisch Jüdin oder Jude, wer von einer jüdischen Mutter geboren wird, auch wenn der Vater von Moses noch nie etwas gehört hätte und aus dem Dschungel Innerafrikas stammen würde. Die Unsinnigkeit auch dieser Definition erweist sich bei der Vorstellung, der kleine Xaver aus Lenggries ist schon bei der Geburt katholisch, weil die Mama katholisch ist.

Maxime Rodinson meint dazu: Es ist sehr wahrscheinlich – und die physische Anthropologie bemüht sich, es zu veranschaulichen – daß die als «Araber» bezeichneten Bewohner Palästinas (in ihrer Mehrheit übrigens Arabisierte) sehr viel mehr Blut der alten Hebräer in sich haben als die meisten Juden der Diaspora (…) Um sich das klar zu machen, genügt es, an den jüdischen Staat in Südarabien im VI. Jahrhundert zu erinnern, der auf judaisierter Grundlage bestand; oder an den jüdisch-türkischen Staat der Khazar in Südost-Rußland im VIII. bis X. Jahrhundert auf türkischer oder finnougrischer, zweifellos z.T. slawischer Grundlage; an die so gut sinisierten Juden in China; an die schwarzen Juden in Cochin; die Falasha Äthiopiens usw.“ [i])

 Fazit für den politischen Alltag:
1. Auch wenn dies einigen tiefbraunen (Papp)Kameraden in den Reihen der AfD nicht schmecken mag, aber der Kampf gegen Juden per se erweist sich als ein Ritt gegen Windmühlen, da der Anteil der täglich aktiv ihren religiösen Pflichten Nachkommenden unter den Jüngern mosaischen Glaubens ebenso gering ist wie das Äquivalent im Christentum

2. Vollkommen lächerlich erscheint in diesem Licht auch die Mär von «jüdischen Verschwörern“: Es mag eine Clique oder gar mehrere geben, die versuchen, z.B. in großem Stil Wirtschaft und Politik zu manipulieren, aber diese Dunkelmänner verabreden ihre Machenschaften nicht in der Synagoge und auch nicht im Namen des Ewigen, sondern im Namen von Machtgelüsten und Opfergabenbeschaffung für den Gott Mammon. Amen.

3. Israel als Staat
Sie, sehr geehrter Herr Dr. Seehofer, und überhaupt so gut wie alle in der Politik Aktiven sind nicht zu beneiden wenn es darum geht, in welchem Zusammenhang auch immer zum Thema Israel zur Stellungnahme aufgefordert zu sein – was immer Sie auch sagen mögen, irgend jemand ist immer da, der es hält wie der Menschenschlächter Kardinal Richelieu: „Gebt mir drei Sätze vom gerechtesten aller Menschen und ich finde zehn Gründe darin, um ihn aufzuhängen!“ (das Zitat schenke ich Ihrem Redenschreiber zur freien Verwendung).

Zum Thema Israel: Wenn morgen die Ureinwohner Amerikas verlangen würden, alle „Bleichgesichter“ hätten den Kontinent sofort zu verlassen, weil Manitu das Land ihren Vätern vor 3000 Jahren versprochen habe, hätten Kabarettisten und Cartoonisten ihre Freude – beim Anspruch der Vertreter einer (nicht existierenden!) jüdischen Rasse dagegen war das nach nahezu 3000 Jahren Abwesenheit aus dem «Gelobten Land» 1917 / 1922 / 1948 keine Frage. Zweierlei Maß, weil die einen (Juden mit weltweitem Rückhalt in allen Bereichen der Gesellschaft) den Deutschen und dem Rest der Welt, der der Schoa nicht Einhalt gebot, ein schlechtes Gewissen machten, (solange die Tätergeneration noch lebt, zurecht), aber die Indianer Nordamerikas zwar auch einen brutalen Genozid erlebten, jedoch niemals eine starke Wirtschaftslobby hatten?

Etwas Geschichtsunterricht zur Aufdeckung der alten Lügen um den historischen Anspruch auf „das gelobte Land: Lediglich König David, einem Bandenführer aus dem Stamme Juda, gelang es offensichtlich ca. um das Jahr 1000 v.u.Z., in Jerusalem als Zentrum beheimatet und von Kretern und Philistern gestützt, einen Vielvölkerstaat (!!) zu errichten, die Ureinwohner, die Jebusäer z.B., lebten dort weiter. David vertraute einem Philister (!) das Kommando an über ein Drittel seines Heeres und  nahm ohne Hemmungen die Unterstützung des Ammoniterfürsten Shobi an.
Salomo war der Sohn aus Davids Verbindung mit einer Hethiterfrau (!). Nach Salomos Tod zerfiel das Reich in Israel und Juda, das 587 v.u.Z. von den Babyloniern eingenommen wird. Die Hebräer lebten dann nacheinander unter persischer, griechischer, römischer Herrschaft.
Benjamin von Toledo, ein jüdischer Pilger, der Jerusalem 1170 u.Z. besuchte, trifft in Palästina nur noch 1140 Juden an. Als später Juden aus aller Welt in diese Region zurückkehrten, geschah dies nicht aus „Heimweh nach dem gelobten Land“, sondern lediglich aufgrund von Verfolgungen. Im Jahre 1845 gab es in Palästina nur ca. 12000 Juden unter 350000 Einwohnern, 1880 ca. 25000 unter 500000 Einwohnern.
Roger Garaudy schreibt: „Weit davon entfernt, die ersten Besetzer des Landes zu sein, sind die Hebräer nur eine Komponente unter vielen anderen in diesem Völker-Schmelztiegel im «fruchtbaren Halbmond». Sie können keinesfalls eine Sonderstellung in dieser langen Geschichte beanspruchen. Der politische Zionismus treibt eine Manipulation und eine systematische Verfälschung der Tatsachen, indem er in den israelischen Schulbüchern sowie in der außenpolitischen Propaganda für die Geschichte Palästinas bezeichnend, nur die seltenen Augenblicke erwähnt, in denen die Hebräer hier eine Rolle gespielt haben (im 13. Jhd. V.u.Z., die dreiundsechzig Jahre der Regierungszeit Davids und Salomos, nach der Rückkehr aus dem babylonischen Exil und in den Jahren 63 und 135 gegen die Römer).“ [ii])

Da unter Gebildeten allezeit klar war (und mit Sicherheit auch all den kompetenten Köpfen sowohl in Ihrem als auch im Außenministerium auch heute bewußt ist), daß – siehe oben – weder eine jüdische «Rasse» noch eine homogene, jüdische Ethnie existiert oder je existierte, hätte die Welt sich dagegen wehren sollen, daß in unseren Tagen ein zweites Mal das geschieht, was „zu biblischen Zeiten“ offensichtlich schon einmal geschehen sollte und wohl auch geschah: „Die Städte dieser Völker, die der Herr, dein Gott, dir zum Erbe gibt, sind die einzigen, wo du nichts leben lassen sollst, was Odem hat, sondern sollst sie verbannen, nämlich die Hethiter, Amoriter, Kanaaniter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter, wie dir der Herr, dein Gott, geboten hat“ [iii]). Oder gar: „So zieh nun hin und schlage die Amalekiter und verbanne sie mit allem, was sie haben, schone ihrer nicht, sondern töte Mann und Weib, Kinder und Säuglinge, Ochsen und Schafe, Kamele und Esel“. [iv]).

Was sind da schon ein paar tausend Palästinenser 2019 gegen diese historischen, zum Abschlachten freigegebenen Völkerschaften? «Der Ewige» war damals nicht zimperlich, er scheint es heute auch nicht zu sein, und Netanjahu ist sein Stellvertreter und Vollzugsbeamter auf Erden?

Das klingt, zugegeben, polemisch, sehr geehrter Herr Dr. Seehofer, aber ich muß einem Mißverständnis vorbeugen: Die mosaische Religion genießt meinen höchsten Respekt, steckt voller noch nicht gelüfteter Geheimnisse. In meiner Bibliothek finden Sie sowohl bei meinen theologisch-philosophischen Beständen als auch bei der Belletristik hochkarätige Literatur zum Judentum. In den frühen 1980ern hatte ich sogar Gelegenheit, ein längeres Vier-Augen-Gespräch mit dem ehrwürdigen Rebbe Friedrich Weinreb in Zürich zu führen, da ich einige Fragen zu seinem Buch «Der göttliche Bauplan der Welt» hatte, ein Werk, das mich seit Jahrzehnten begleitet.

Hinweis an die Politik in diesen Tagen:
Die aktuelle Tagespolitik fordert eine stärkere Überwachung muslimischer Treffpunkte und Moscheen, da dort Gewalt gepredigt werden könnte – daß im Religionsunterricht Israels und damit auch an jüdischen Schulen in Deutschland heute noch gewalttätige Besitzergreifung und Genozid glorifizierend am Beispiel des Buchs Joshua gelehrt wird [v]), stört offensichtlich nicht, obwohl es sich dabei um absolute historische Legenden handelt. [vi]) – der Gott Israels und sein Bodenpersonal darf alles, denn wenn zwei dasselbe tun, ist es noch lange nicht das Gleiche – quod erat demonstrandum?!

Sie sehen mir nach, daß ich mich in der Form eines Offenen Briefs an Sie wende. Es erscheint jedoch notwendig, einer Öffentlichkeit, der permanent und jahrzehntelang Steuergelder für die Unterstützung und sogar die Aufrüstung Israels abgefordert werden, Fakten zugänglich zu machen, die – bei allem Respekt vor Ihrer Arbeit, sehr geehrter Herr Dr. Seehofer – weder durch Ihr Haus noch durch andere offizielle Stellen, deren Aufgabe dies eigentlich wäre, zugänglich gemacht werden würden.

Offen für alle kritischen Anmerkungen zu meinen Ausführungen und mit der Bitte um Nachsicht, daß Sie Ihren Platz für einen „Franggen“ räumen mußten und ich bis zu meinem 28. Lebensjahr in Nürnberg lebte und sogar später öfter in der ehemaligen Stammgaststätte Ihres Nachfolgers in Laufamholz zu Gast war (beim «Jugo», der mich und sicher auch Markus Söder mit Slivovic auf geniale Gedanken brachte), sende ich gutbürgerlich-dankbare Grüße für Ihre großartige Arbeit nach Berlin!

Hugh Lorenz

[i]) Rodison, Maxime, People juif ou problème juif, Ed. Maspero 1981, S. 218

[ii]) Garaudy, Roger, Der Fall Israel, Dialog Press

[iii]) 5. Buch Moses XX, 16-17

[iv]) 1. Buch Samuelis XV, 3

[v]) „Mann und Frau, Kind und Greis“ sollen „mit des Schwertes Schärfe getötet“ werden, Buch Josua VI, 21

[vi]) Die Archäologie wies längst nach, daß Jericho schon im XIV. Jahrhundert zerstört worden ist; in der angenommenen Periode des Lebens Joshuas war sie längst verlassen, s. u. a. Pater de Vaux, Alte Geschichte Israels, S. 447